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Workshop „Zivilcourage“ in der Klasse 7c – Reaktion auf einen Vorfall mit Signalwirkung

Am 23. Juni fand an der Oberschule Naunhof ein besonderer Projekttag in der Klasse 7c statt. Unter der Leitung von Frau Krah und Frau Götz stand das Thema Zivilcourage im Mittelpunkt – ein bewusst gesetztes Zeichen nach einem Vorfall, der die Schulgemeinschaft kurz zuvor erschütterte.

Am 19. Juni hatte ein Schüler durch eine auf Instagram veröffentlichte Bombendrohung einen Polizeieinsatz an der Schule ausgelöst. Schnell stellte sich der Vorfall als folgenloser Schülerstreich heraus – doch die Schulleitung reagierte umgehend und verantwortungsvoll: Ein Workshop wurde organisiert, um die Ereignisse aufzuarbeiten und mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.

Der Workshop begann mit einer Sammlung des Vorwissens: Was bedeutet Zivilcourage eigentlich? In einem Gedankenexperiment überlegten die Schülerinnen und Schüler, in welchen alltäglichen Situationen Zivilcourage gefragt ist – sei es im Bus, auf dem Pausenhof oder in sozialen Netzwerken. Sie diskutierten, wie man helfen kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, und sammelten konkrete Handlungsmöglichkeiten. Auch rechtliche Aspekte wurden beleuchtet, etwa wie das Strafrecht mutiges Eingreifen schützt. Gemeinsam wurden grundlegende Prinzipien wie Verantwortung, Empathie und aktives Handeln herausgearbeitet.

Ein besonderes Highlight war der Besuch der Bürgerpolizei um 11 Uhr. Vier Beamte präsentierten anschaulich die Aufgabenbereiche der Polizei und sprachen offen über die Folgen von Falschalarmen und Fake-Anrufen. Anhand realer Fälle wurde verdeutlicht, wie schnell aus einem vermeintlichen „Streich“ ernsthafte Konsequenzen entstehen können – sowohl für Einsatzkräfte als auch für die Täter. Die Schülerinnen und Schüler stellten interessiert Fragen und diskutierten die Rolle der Polizei im Alltag.

Zum Abschluss des Tages wurde das Gelernte kreativ verarbeitet: In Gruppen gestalteten die Jugendlichen Plakate, produzierten kurze Audiobeiträge oder konzipierten Infovideos, in denen sie ihre Erkenntnisse präsentierten. Das Feedback war durchweg positiv – viele der Jugendlichen äußerten, dass sie sich jetzt besser vorbereitet fühlen, in kritischen Situationen nicht einfach wegzusehen.

Der ursprünglich für diesen Tag geplante Waldbadbesuch fiel zwar aus, soll aber zu Beginn des neuen Schuljahres nachgeholt werden – eine kleine Entschädigung für einen Projekttag, der weit mehr als nur Wissensvermittlung war: Ein Schritt hin zu mehr Verantwortungsbewusstsein, Gemeinschaft und Mut.

 

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Veröffentlichung

Mi, 20. August 2025

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